Pflegeanleitung für die Objektskulpturen

  • Als guter Staubfänger sind sie nicht an jeder Objektstelle pflegeleicht, dafür aber stubenrein.

  • Sie sind extrem wasserscheu (egal welcher Aggregatzustand), verbreiten dafür aber keine unangenehmen ein- oder zweideutigen Düfte.

  • Sie werden am liebsten mit einem Pinsel, Druckluft oder einem trockenen Tuch gereinigt. Besonders bei der Pinselreinigung ist mit heftigen Lachattacken zu rechnen.

  • Pinselmassagen mit dickflüssigem Öl (Maschinenöl) als Schutzfilm verhindern Sonnenbräune bzw. Rostbildung.

  • Zu schwungvolles Drehen am evtl. vorhandenen Sockel kann zu ernsthaften Entgleisungen bzw. Schäden am Objekt und/oder Umgebung führen. Dazu: Nicht jeder Betrachter, der aus dem Rahmen fällt, war vorher überhaupt im Bilde.

  • Ersatzteile? Null Problemo! In den unendlichen Weiten meines Funduses findet sich gelegentlich ein baugleiches Teil, oder ein nicht gleichwertiger Ersatz, welcher aber mit Wohlwollen passen könnte.

  • Meine Werke bevorzugen wohltemperierte Innenräume mit (wie hingewiesen) angenehmer Luftfeuchtigkeit. Streicheleinheiten oder Ähnliches bitte nur nach Absprache.

  • Bei monatelanger Nichtbeachtung sind Depressionen nicht auszuschließen, Symptome: Staub, Rost, Klangstörungen und andere negative Begleiterscheinungen sind möglich.

  • Bei guter, fachgerechter und humorvoller Pflege ist das Dasein der Objektsulptur, wenn schon nicht für immer, dann auch nicht für ewig garantiert.

Dem Erbauer dieser Werke geht es wie seinem Werk: Gelegentlich ist auch bei mir mindestens eine Schraube locker. Aber wir Künstler brauchen nicht zu verzweifeln, wo eine Wille ist, ist früher oder später auch ein Werkzeug und Bewegung im Spiel.

Ansonsten, – Ok en beten scheef hett Got leef!

Damit genug der Pflegeweisheiten!

Ich wünschen Ihnen und allen anderen Betrachtern viel fantasievolle, assoziative und humorvolle, aber auch nachdenkliche, kommunikative Momente.